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Geschichte 1965 – 1979     Die Anfangsjahre

1965 gründet Jan Reynaers in Duffel (Belgien) einen Aluminiumkonstruktionsbetrieb. Er fertigt Fenster und Türen mit dem Classic System an, einem von ihm entworfenen Aluminiumsystem. Das neue System ist einfach zu verarbeiten und qualitativ hochwertig. Kurz darauf beginnen andere Aluminiumverarbeiter bei ihm einzukaufen.

1969 wird Reynaers Aluminium in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, und das Unternehmen baut ein neues Firmengebäude an der Oude Liersebaan 266 in Duffel. Im gleichen Jahr gründet Jan Reynaers, gemeinsam mit dem Niederländer Harry Siroo, in Schijndel (Niederlande) die Siral bv. Die ersten Schritte ausserhalb der belgischen Grenzen sind gemacht.

Am 20. September 1973 verunglückt Jan Reynaers. Seine Familie übernimmt die Leitung des Unternehmens. Gemeinsam mit einem Team innovativer motivierter Mitarbeiter baut sie das erfolgreiche Unternehmen weiter aus.

Mitte der Siebziger Jahre erlangen die Begriffe Energieeinsparung und Wärmeisolation eine wichtige Bedeutung. 1978 beginnt Reynaers mit der Entwicklung einer thermisch isolierten Profilserie.


1980 - 1992     Die Wachstumsjahre


Der Erfolg der thermisch isolierten Profilserie Thermo System führt zur Gründung der NV Erap, einem eigenen Produktionsbetrieb für die Isolation von Profilen.

1982 eröffnet Reynaers eine Niederlassung in Irland. 1983 folgt Deutschland mit der Gründung der Dynal GmbH (heute Reynaers GmbH). Im Jahre 1985 wird die französische Filiale eröffnet, und 1989 folgt die Niederlassung in Grossbritannien.

Die beeindruckend guten Exportergebnisse werden mit dem „Export-Oscar“ gekrönt, der vom belgischen Departement für Aussenhandel verliehen wird.

Anfang der Neunziger Jahre expandiert Reynaers in Richtung Osten. Nach Polen werden auch Verkaufsaktivitäten in der Tschechoslowakei, Ungarn, den baltischen Staaten, Rumänien, Russland und der Ukraine gestartet.


1993 - 2003     Die Expansionsjahre


Mit der Übernahme des spanischen Systemunternehmens Aluminios del Vallès im Jahr 1993 steigt die Mitarbeiterzahl der Reynaers-Gruppe auf 322. Im gleichen Jahr erhält das Unternehmen als eines der ersten in der Baubranche das ISO 9001-Qualitätszertifikat.

1995 werden im schweizerischen Frauenfeld und in der ungarischen Hauptstadt Budapest neue Verkaufsbüros eröffnet. Die Spaltung der früheren Tschechoslowakei führt neben dem bestehenden Büro in Bratislava zur Gründung einer Filiale in Prag.

Im gleichen Jahr wird in China eine Kooperationsvereinbarung mit der Donglin Group in Yingkou unterzeichnet. Mit der Übernahme von Alunion im Jahr 1996, einer Filiale der Gruppe Pechiney Bâtiment, kann Reynaers seinen Marktanteil in Frankreich erheblich erhöhen.
1998 wird ein neues zentraleuropäisches Vertriebszentrum in Piaseczno in der Nähe von Warschau eröffnet.

Anfang 1999 präsentiert Reynaers mit der Einführung des modularen Dreikammersystems Concept System eine innovative Entwicklung.
Mit der Übernahme der niederländischen Firma Roval, die auf Aluminium-Dachprofile spezialisiert ist, im Jahr 2000, wird das Produktangebot erweitert. Im Weiteren eröffnet Reynaers eine Niederlassung in der Türkei.

Die Integration von Alunion und Reynaers Frankreich wird 2001 mit der Eröffnung einer neuen Zentrale in Lieusaint in der Nähe von Paris abgeschlossen.

2003 präsentiert das Unternehmen mit der Einführung des ‚Elementfassadensystems’ CW 86, dem Wintergartensystem CR 120 und dem BS-Sonnenschutz weitere innovative Systemlösungen. Das Verkaufsbüro in Shanghai wird eröffnet.


2004 - 2008    Globalisierung und nachhaltige Innovation

Globalisierung

Reynaers Middle East wurde Ende 2004 in Bahrain in Form eines Joint Venture gegründet.
Im gleichen Jahr wurde die geschäftsführende Direktorin Martine Reynaers in Belgien zum Manager des Jahres erkoren.

Mit der Akquisition von Somalu im Jahr 2005 stärkte Reynaers seine Position auf dem französischen Fertigmodulmarkt. In Wien wurde ebenfalls ein Büro eröffnet.

Im Sommer 2005 übernahm Reynaers die italienische Aluminiumsystemgesellschaft Compostella Alluminio.

2006 wurden Reynaers Iran und Reynaers Indien gegründet.

Im Januar 2008 kündigte Reynaers Aluminium seinen Erwerb von Alupol SA an, einem bedeutenden Lieferanten von Aluminiumsystemen in Portugal, und bahnte sich so den Weg in den globalen Markt der portugiesischsprachigen Länder.

Im Oktober 2008 kündige Reynaers die Eröffnung von Büros in der Mongolei, in Thailand, in Australien und Israel an. Der afrikanische Kontinent ist ein wichtiger Schritt in der geografischen Expansionsstrategie von Reynaers. Aus dieser Sicht begann Reynaers, seine Lösungen durch Büros in Ägypten und Algerien zu fördern.


Innovation an vorderster Front

Im Februar 2004 wurde das Reynaers-Institut in Duffel eingeweiht. Dieses Institut ist ein neuer Schritt in der Entwicklung von Reynaers und ein Kenntniszentrum für alle unsere Partner. Zusätzlich zu den bestehenden 44’000 m² Büros und Lagerhäusern bietet dieses neue Gebäude 3900 m² zusätzliche Bodenfläche.
Zusätzliche Büros für unsere Mitarbeiter wurden auf verschiedenen Ebenen eingerichtet und ein grosser Teil der Fläche wird von einem Schulungszentrum, einer Testzone und einem Demonstrationsbereich in Anspruch genommen.
Die Demonstrationen werden auf die neuesten Entwicklungen und Möglichkeiten in der Verarbeitung von Aluminiumprofilen fokussiert. Wir haben ferner zwei Ausstellungsräume eingerichtet: „Reynaers Project“ insbesondere für Architekten und „Reynaers@“, welche die allerneuesten Techniken für die Demonstration von E-Business und neuen Softwareanwendungen nutzen.

Es wurde eine neue Generation von leistungsfähigen Schiebesystemen vermarktet: CP 50 – CP 96 und CP 155, um die Nachfrage nach viel grösseren Abmessungen von Glasanwendungen zu erfüllen.

Nachhaltige Entwicklung ist für Reynaers Aluminium ein sehr wichtiges Innovationsthema. Jüngste ökologische und energiesparende Innovationen umfassen Aluminiumprofile mit hohen Wärmedämmwerten wie die CW 50 HI, CS 77 HI und CS 86 HI. Es ist ein äusserer Sonnenschutz, der ein effizienteres Energiemanagement von Gebäuden und Doppelfassadenlösungen ermöglicht.

Im Januar 2006 wurde das neue Eco-System für Türen und Fenster eingeführt.

Im Jahr 2007 hat Reynaers die BS 40 und BS 100 Brise Soleil eingeführt, und bietet damit Lösungen für die Kontrolle der Menge des einfallenden Sonnenlichts und die natürliche Manipulation der Wärmestufen in Gebäuden.

Das Anfang 2008 freigegebene Subsystem CW 86-EF/HI verbessert die Gebäudeisolation mit Kanalwänden beträchtlich und verstärkt die Nutzung von Sonnenenergie und die Verminderung von Energieabstrahlungen in Gebäuden weiter.
In Zusammenarbeit mit Siegenia-Aubi in Deutschland hat Reynaers die neue –SE-Anwendung entwickelt, welche rechtzeitig einen Prozess auslöst, um Rauch und Wärme durch natürliche Luftströmungen aus dem Gebäude abzuführen und so wertvolle Zeit für die Durchführung einer sicheren notfallmässigen Evakuierung schafft und die potenziellen Gebäudeschäden minimal hält.
Um das schnelle Wachstum der Gesellschaft zu bewältigen hat Reynaers Aluminium sein weltweites Verteilzentrum in Duffel um 40% erweitert. Im April 2008 eröffnete die Gesellschaft ihr neues Lagerhaus formell, das sich durch 3072 photovoltaische Sonnenenergiepaneele auf 10'000 m2 seines 16'000 m2 grossen Dachs auszeichnet. Die Paneele erzeugen 500’000 kWh Sonnenenergie pro Jahr und vermeiden so die Freisetzung von 278 Tonnen C02 pro Jahr.
Gleichzeitig expandierte das Reynaers-Institut zu einem der grössten privaten Testbetriebe der Branche, welches über einen neuen Wind-Wasser-Prüfstand, neue zyklische und mechanische Prüfmaschinen und einen dem neuesten Stand der Technik entsprechenden Schallprüfraum verfügt. Reynaers beschränkt jedoch die Nutzung von Sonnenenergie nicht auf seine eigenen Betriebe. Mit der Einführung von CW 60 Solar ermöglicht Reynaers seinen Kunden, Photovoltaikpaneele in ihre Kanalwände zu integrieren. 

 

In September 2008 hat Reynaers ein neues Sortiment von feuerbeständigen Lösungen auf den Markt gebracht. Das neue CW 50-FP verlängert jetzt den Zeitfaktor für die sichere Evakuierung von Gebäuden von 30 auf 60 Minuten. Das auf der Grundlage der bestehenden Profile und Zubehörteile für Fenster und Türen CS 77 entwickelte CS 77-FP60 bietet jetzt eine Brandbeständigkeitsdauer von 60 Minuten. Dies er möglicht die Unterteilung von Gebäuden in getrennte Brandabschnitte, die durch brandsichere Fluchtwege und Brandausgänge verbunden sind.