Flexibel einsetzbares Fenstersystem
Geprägt wird die Fassade durch die der dreidimensionalen Struktur folgenden und flächenbündig montierten großflächigen Fenster. Sie bestehen jeweils aus einer Festverglasung sowie einem bzw. zwei öffenbaren Flügeln. Die auskragende Positionierung der Elemente sowie die hohen Anforderungen an den Brand- und Wärmeschutz und die geforderte Ganzglas-Optik machten in allen Fassadenbereichen Sonderkonstruktionen erforderlich.
Als Grundlage für sämtliche Fensterelemente diente dabei das hoch dämmende Reynaers Fenster- und Türsystem CS 86-HI.

Ganzglas-Optik durch Verklebung
Um die geforderte Ganzglas-Optik zu gewährleisten, mussten die Blendrahmen und Flügel aller Fensterelemente außenseitig vollständig mit Glas beplankt werden. Möglich wurde dies durch den Einsatz von Sonderprofilen des Systems CS 86-HI und einem speziell entwickelten Spezialprofil. Sowohl bei den Flügeln als auch bei den bis zu 4,00 mal 2,30 Meter großen Festverglasungen wurde der Ganzglas-Effekt durch den Einsatz von Stufen-Isolierglas mit 3-Scheiben-Aufbau erzielt. Dabei wird die überstehende äußere ESG-Scheibe auf der Außenseite des Profils umlaufend verklebt und überdeckt es vollständig. Auf die Blendrahmenprofile der öffenbaren Flügel wurden die millimetergenau vorgefertigten ESG-Scheiben direkt aufgeklebt. Um eine dauerhafte Verklebung von Glas und Aluminiumprofil sicher zu stellen, wurden sämtliche Profile in den Verklebungsbereichen SSG eloxiert.
Sonderlösungen für Glas-Schwergewichte
Zur sicheren Positionierung der bis zu 600 kg schweren Festverglasungen entwickelte Reynaers gleich mehrere neue, extrem standfeste Glasauflager. Auch für den Einbau der Festverglasungsrahmen in die Grundrahmen konzipierten die Entwicklungsingenieure des Systemgebers neue Befestigungslösungen mit Adapterrahmen, die zum einen nicht sichtbar sind und zum andern den Austausch der Verglasungen im Falle eines Glasbruchs problemlos möglich machen. Dem erhöhten Sicherheitsbedürfnis kam man mit der Ausführung der einbruchhemmenden Fenster in Widerstandsklasse WK2 und der Installation von Reed-Kontakten zur Schließkontrolle nach.

Montage kompletter Elemente
Alle Fenster des Gebäudes kamen als Komplettelemente per Tieflader auf die Baustelle und wurden mittels Kran an ihre vorbestimmten Positionen gehoben. Im unteren Gebäudebereich erfolgte die Befestigung der mehr als fünf Meter langen und über zwei Meter hohen Bauteile auf der Außenwand direkt an sechs im Beton verankerten und speziell verstärkten Stahlwinkeln. Für die schräg versetzten Fenster in den oberen Stockwerken wurde eigens eine die Fenster umlaufende spezielle Grundkonstruktion aus Stahl entwickelt, mit der die großflächigen Bauelemente an den vormontierten Auflagern befestigt wurden.
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