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Hightech-Fassade für Ferrari Hightech-Fassade für Ferrari

Im November 2010 eröffnete direkt neben der Formel 1-Rennstrecke in Abu Dhabi die von Benoy Architects Ltd., London, geplante Ferrari World. In dem Indoorpark dreht sich alles um die roten Rennwagen aus Maranello. Zu den architektonischen Highlights des spektakulären Bauprojekts zählen vor allem die Fassaden. Realisiert wurden die aufwändigen Konstruktionen vom belgischen Fassadenbauer JAP – Jungbluth Alu Partners. Als Systemgeber erhielt Reynaers Aluminium den Zuschlag.

Standard-Systems als Basis

Die 18.000 m2 große Außenfassade des umbauten Innenkomplexes, dem so genannten Shield, ist als Elementfassade konzipiert. Montiert wurde die vorgehängte Aluminiumfassade auf eine Stahlunterkonstruktion. Zur Realisierung sämtlicher Anforderungen war ein modulares System notwendig, das die höchsten europäischen Anforderungen an die Luftdurchlässigkeit (EN 12207), Widerstandsfähigkeit gegen Windlast (EN 12210) und Schlagregendichtheit (EN 12208) erfüllt und zudem den geforderten Schallschutz sicherstellt. Angesicht des umfassenden Leistungskatalogs erwies sich das sehr flexibel auslegbare Elementfassadensystem Reynaers CW 86 EF als ideales Basissystem. Auf Grundlage des Standardsystems konzipierte Reynaers eine ganze Reihe von Sonderlösungen. Insgesamt entwickelte der belgische Systemgeber für das Gesamtprojekt fast 30 neue Profile, zwölf Dichtungen und zahlreiche neue Beschläge.

 

Sonderlösungen für Trichter-Fassade

Für den großflächigen Licht-Glas-Trichter im Zentrum der Ferrari World mussten die Reynaers Konstrukteure eine komplett neue Systemlösung, inklusive Haupt- und Nebenprofilen, Dichtungen und Beschlägen, entwickeln. Aufgrund der besonderen Form wurde die 11.000 m2 große Aluminiumfassade mit eigens konzipierten Verbindungslemente auf ein 3D-Stahlträgersystem montiert. Auch dieses neu entwickelte Fassadensystem entspricht den strengsten europäischen Standards.

Im Dachbereich hat die auf 30 Ebenen mit 2.640 Sonnenschutz-Isoliergläsern verglaste Trichterfassade eine maximale Ausdehnung von 100 am Boden von 17 Metern. Während der Trichter am Boden mit 30 Elementen geschlossen ist, sind im zweiten Drittel bereits 60 und im oberen Drittel der 45 Meter hohen Konstruktion 120 Einheiten in aufsteigender Größenordnung notwendig. Realisiert wurde die Trichterform durch den Einsatz von dreieckigen Fassadenpaneelen zum Abschluss des ersten und des zweiten Drittels. Sie ermöglichten die Teilung der Elementgrößen bei gleichförmig durchlaufenden Profilen.


Profilkombination für Bullnoses

Als architektonisches Element mit Sonnenschutzfunktion wurden die für Wartungsarbeiten der Außenfassade vorgelagerten Laufgänge (Walk Ways) konzipiert. Den äußeren Abschluss der auf Stahlkonstruktionen ruhenden Wartungsgänge bilden „Bullnoses“ aus Aluminium. Sie dienen zudem der Aufnahme von LED-Leuchtbändern. Auch bei diesen stilprägenden Elementen des Gebäudes untermauerte Reynaers mit der Entwicklung von vier neuen Spezialprofilen seine Fähigkeit, in kürzester Zeit indviduelle Sonderlösungen entwerfen und umsetzen zu können.

 

 

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